Programm-Archiv

  • 9. Konzert – Sonnabend, 13. Mai 2017, 20 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    NDR Chor, Foto Copyright NDR/Marcus Höhn

    NDR Chor

    Philipp Ahmann, Dirigent

    Zweifel Glaube
    A-Capella-Werke von J. Mäntyiärvi, P. I. Tschaikowsky, K. Penderecki, J. Brahms und F. Poulenc

    Glaube und Zweifel gehören zusammen, der eine ist nicht ohne den anderen denkbar. Im Programm des NDR Chors entspricht dem gedanklichen Weg ein historischer – er durchmisst die letzten eineinhalb Jahrhunderte – und ein geografischer; er führt vom Finnland der Gegenwart über das Russland Tschaikowskys, das neue Polen und das Deutschland der Nachromantik nach Frankreich. Mit Werken von Brahms bis Mäntyjärvi spürt der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann den Zweifeln nach, der alle Gläubigen packen kann.

    Jaakko Mäntyjärvi (*1963)
    Psalm 22: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    Nr. 2 aus: Stuttgarter Psalmen (2009)

    Peter Tschaikowsky (1840-1893)
    „Neun liturgische Chöre“ für gemischten Chor (1884-85)
    Nr. 1 Cherubinischer Lobgesang (F-Dur) Nr. 6 Octe nas
    Nr. 7 Blazenni jaze izbral

    Krzystof Penderecki (*1933)
    Veni creator spiritus (1987)

    – Pause –

    Francis Poulenc (1899-1963)
    Messe in G für 8-stimmigen Chor a cappella (1937)
    Kyrie Gloria
    Sanctus Benedictus Agnus Dei

    Johannes Brahms (1833-1897)
    Nr. 2 Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?
    aus Zwei Motetten op. 74 (1878)

  • 8. Konzert – Freitag, 21. April 2017, 20 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Julia Sophie Wagner, Foto: Lena Kern
    Julia Sophie Wagner, Foto: Lena Kern

    Leipziger Schule – Liederabend mit Lesung

    Julia Sophie Wagner, Sopran
    Eric Schneider, Klavier

    Stephan Schad, Lesung

    Lieder und Texte von F. Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann sowie E. Grieg

    Zu einem etwas anderen Konzert lädt die Musikgemeinde Harburg e.V. am Freitag, den 21.04.2017 um 20 Uhr in die Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg-Harburg: ein Liederabend mit Lesung. Das Programm „Leipziger Schule“ erweckt die Entstehung des ersten deutschen Konservatoriums für Musik und die Beziehung der bekannten Lehrer und Schüler zueinander in Liedern und Briefen zum Leben. Julia Sophie Wagner, Sopran singt, begleitet von Eric Schneider am Klavier, Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann sowie Edvard Grieg, es liest Stephan Schad.

  • 7. Konzert – Freitag, 31. März 2017, 20 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Das NDR Kammerorchester

    NDR Kammerorchester

    Stefan Geiger, Dirigent

    Programm: F. Mendelssohn Bartholdy: Sinfonia XII g-Moll
    D. Schostakowitsch: Kammersinfonie op. 110a
    A. Webern: Langsamer Satz
    P. I. Tschaikowsky: Serenade op. 48

    13 Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters spielen unter der Leitung des ersten Konzertmeisters Stefan Wagner Werke von Mendelssohn Bartholdy, Schostakowitsch, Webern und Tschaikowsky.

  • Neu! Musik! – Di. 21. März 2017, 20 Uhr – Helmssaal / Harburger Theater

    Ensemble Resonanz, Foto: Tobias Schult

    Ensemble Resonanz

    Neu! Musik! Eine neue Veranstaltung der Musikgemeinde Harburg, bei der alte und neue Musik auf innovative und persönliche Weise verbunden werden. Am Dienstag, den 21. März 2017 um 20 Uhr kommt Ensemble Resonanz in den Helmssaal im Harburger Theater. Moderiert wird von den Musikern selbst: „tales from the vienna woods“ – eine echte Wiener Melange mit dunklen „schlechtecharakterstücke“ von Bernhard Gander, Alban Bergs und Schönbergs kompositorische Helligkeiten und als Schlagobers Johann Strauß‘ Rosen aus dem Süden mit Wein, Weib und Gesang. Wiener Schmäh!

    Programm

    Johann Strauß (1825-1899) /Arnold Schönberg (1874-1951)
    Rosen aus dem Süden

    Johann Strauß / Alban Berg (1885-1935)
    Wein, Weib und Gesang

    Arnold Schönberg
    Sechs kleine Klavierstücke op. 19

    Alban Berg
    Sonate für Klavier op. 1
    Bearbeitung für Streichsextett

    Bernhard Gander (*1969)
    „schlechtecharakterstücke“ für Klaviertrio

    Ensemble Resonanz
    Jürgen Kruse, Klavier

  • 10. Konzert – Sonnabend, 10. Juni 2017, 20 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Symphoniker Hamburg

    Lahav Shani, Klavier und Dirigent
    Guy Braunstein, Violine

    Programm:

    J. S. Bach: Klavierkonzert d-Moll BWV 1052
    Achtung Programmänderung:
    Mehr über das Bachsche Klavierkonzert finden Sie auf dieser Seite unten.

    M. Bruch: Schottische Fantasie op. 46
    L. v. Beethoven: Symphonie c-Moll Nr. 5 op. 67

    Die Konzertsaison 2016/2017 der Musikgemeinde Harburg e.V. endet mit der Fünften Symphonie von Ludwig van Beethoven, die 1808 uraufgeführte „Schicksals-Symphonie“. Ein passender Abschluss für die diesjährige Saison, in der Beethoven und seine großen Symphonien einen besonderen Schwerpunkt bildeten. Die Musikgemeinde Harburg und die Symphoniker Hamburg unter der Leitung von dem israelischen Dirigenten und Pianisten Lahav Shani werden sicherlich auch damit dem völlig überrasched am 2. Juni 2017 verstorbenen, äußerst beliebten und verehrten Chefdirigenten Sir Jeffery Tate gedenken.

    Der Konzertabend beginnt mit einer Programmänderung, es erklingt das Klavierkonzert in d-Moll von Johann Sebastian Bach, das Shani selbst vom Flügel aus leitet. In einer ähnlichen Doppelfunktion ist oft auch der zweite Solist des Konzerts zu sehen. Der Erste Gastkünstler der Symphoniker, Guy Braunstein, dirigierte das Orchester zuletzt bei seinem Auftritt im Februar. In Max Bruchs Schottischer Fantasie ist er nun bei einem der anspruchsvollsten Werke der Violinliteratur als Solist zu erleben.

     

    J. S. Bach: Klavierkonzert d-Moll BWV 1052. Das erste Werk des heutigen Abends »Klavierkonzert« zu nennen, ist genau genommen ziemlich unscharf. Johann Sebastian Bach schrieb Cembalokonzerte. Das Klavier, so wie wir es heute als großen Konzertfügel kennen, gab es damals ja noch nicht. Doch auch dies bleibt eine unscharfe Bezeichnung. Denn zunächst schrieb Bach vor allem Violinkonzerte – und arbeitete diese später für das Cembalo um. Die Nummern 1052 bis 1059 des Bach-Werke-Verzeichnisses (BWV) umfassen sieben Konzerte für Cembalo und Orchester, die wohl zwischen 1733 und 1746 entstanden. (Weitere Nummern verzeichnen Konzerte mit zwei, drei oder sogar vier Cembalos.) Gut vorstellbar ist, dass Bach diese Konzerte während seiner Tätigkeit als Kapellmeister des Collegium musicum im »Zimmermann’schen Coffeehaus« in Leipzig spielte.

    Das erste Konzert in d-Moll aus dieser Reihe, das der Pianist und Dirigent Lahav Shani vom Flügel aus leitet, ist das vielleicht beliebteste und am häufigsten aufgeführte unter ihnen – und teilt mit den sechs anderen die Satzfolge eines typischen Konzerts für Orchester und Soloinstrument: Schnell-Langsam-Schnell. In der Besetzung für Cembalo, Streicher und Basso continuo dauert es etwa 25 Minuten. Und wenn dem Hörer einzelne Teile durchaus bekannt vorkommen sollten, handelt es sich um keinen Zufall: Der erste Satz Allegro findet sich beispielsweise in Bachs Kantate »Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen« (BWV 146). Und auch der zweite Satz, ein beeindruckend zartfühlendes Adagio, das im Dreivierteltakt in g-Moll mit gebrochenen Dreiklängen ein betont ungeschmücktes, aber berührendes Thema beinhaltet, ist Teil dieser Kantate, nämlich in deren Chor-Stimme. In diesem zweiten Satz kommunizieren die Solostimme und die erste Violine sehr fein miteinander. Doch auch wenn der dritte Satz, wieder ein Allegro in d-Moll, das sich in der Kantate »Ich habe meine Zuversicht« (BWV 188) wiederfindet, recht flott erscheint – der Grundcharakter dieses d-Moll-Konzertes ist insgesamt dunkel-leidenschaftlich.

  • Sonderveranstaltung im Speicher am Kaufhauskanal – Donnerstag, 1. Juni 2017

    Diskurs: „Kindheit in Trümmern“

    Zu Gast: Barbara Warning

    Kinder hocken zitternd im Bombenhagel in den Kellern zerstörter Häuser, sie frieren und hungern auf der Flucht, hausen anschließend in Baracken, können nicht mehr zur Schule gehen und werden als Flüchtlinge ausgegrenzt. Was Kindern aus Syrien momentan geschieht, erlebten deutsche Kinder im Zweiten Weltkrieg.

    72 Jahre nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur erinnern sich die Kinder von damals an ihre Erlebnisse zwischen 1939 und 1955.
    21 Zeitzeugen berichten bewegend und anschaulich über ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Sie stehen für Millionen, denen ähnliches widerfuhr. Ihre Schicksale sind eine Mahnung gegen Kriege, in denen Kinder immer schuldlos leiden.

    Barbara Warning lebt als freie Journalistin und Autorin in Hamburg. „Kindheit in Trümmern“ erschien 2015 bei Ravensburger und wurde mehrfach ausgezeichnet. Süddeutsche Zeitung: „Ein großartiges Buch!“